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Kartieranleitungen in Nordrhein-Westfalen


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Steckbrief des Biotop- und Lebensraumtypenkatalog NRW

NFD0 Stillgewässer =§30

letzte Änderung: 2018-01-24 --> s. Kartierungshinweise

Dies sind Eigenschaften eines LRT, die insgesamt erfüllt sein müssen, damit ein konkreter Bestand bzw. eine Biotoptypenfläche einem Lebensraumtyp zugeordnet werden kann. Zu den Definitionskriterien gehören (Prioritätenreihenfolge): die relevanten Definitionen, die Standörtlichen Angaben, die ausschließlich zulässigen Biotoptypen, die obligat zutreffenden Eigenschaften (als Zusatzcode), die diagnostisch relevanten Arten, die typischen Syntaxa sowie die Beachtung der Abgrenzungen gegenüber verwandten Lebensraumtypen.

ist eingeschlossen in § 30 des BNatSchG 1. natürliche oder naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche, Altarme und regelmäßig überschwemmten Bereiche

Bundesnaturschutzgesetz § 30 Gesetzlich geschützte Biotope: 1. natürliche oder naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche, Altarme und regelmäßig überschwemmten Bereiche

Bundesnaturschutzgesetz § 30 Gesetzlich geschützte Biotope: Natürliche oder naturnahe Bereiche stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Ufer und ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche:
Natürliche oder naturnahe stehende Gewässer mit ihren Ufern oder Teilbereiche derselben. Dazu gehören stehende Gewässer aller Trophiestufen (dystroph, oligotroph, mesotroph und eutroph), wie z.B. Seen, Teiche (nicht oder extensiv bewirtschaftet), Weiher und von Fließgewässern (teilweise) abgeschnittene Altwasser sowie naturnah entwickelte, aufgelassene Abbaugewässer. An den Ufern laufen natürliche Verlandungsprozesse ab, oder es sind solche zu erwarten. Soweit nicht das ganze Gewässer naturnah ist, sind unverbaute Uferabschnitte mit natürlichen Verlandungsprozessen wasserwärts bis in mehrere Meter Wassertiefe eingeschlossen (einschließlich der gesamten emersen und submersen Wasserpflanzenvegetation). Landeinwärts reichen die Verlandungszonen so weit, wie grundwassernahe Bodenbildungen vorliegen. Entsprechend dieser Standortabfolge finden sich in der Regel in Zonen hintereinander: Unterwasserrasen, Wasserpflanzengesellschaften, Schwingrasen, Röhrichte und Seggenriede, Sumpfgebüsche und Bruchwälder bzw. deren Ersatzgesellschaften (z.B. Pfeifengraswiesen, Seggenriede sowie Hochstaudengesellschaften).

Definition für NRW (gilt im Zusammenhang mit den u.st. definitorischen Rubriken): Natürliche oder naturnahe stehende Gewässer mit ihren Ufern oder Teilbereiche derselben. Dazu gehören stehende Gewässer aller Trophiestufen (dystroph, oligotroph, mesotroph und eutroph), wie z.B. Seen, Teiche (nicht oder extensiv bewirtschaftet; keine Folienteiche), Weiher und von Fließgewässern (teilweise) abgeschnittene Altwasser sowie naturnah entwickelte, aufgelassene Abbaugewässer. An den Ufern laufen natürliche Verlandungsprozesse ab, oder es sind solche zu erwarten.
Soweit nicht das ganze Gewässer naturnah ist, sind unverbaute Uferabschnitte mit natürlichen Verlandungsprozessen wasserwärts bis in mehrere Meter Wassertiefe eingeschlossen (einschließlich der gesamten emersen und submersen Wasserpflanzenvegetation). Landeinwärts reichen die Verlandungszonen so weit, wie grundwassernahe Bodenbildungen vorliegen. Entsprechend dieser Standortabfolge finden sich in der Regel in Zonen hintereinander: Unterwasserrasen, Wasserpflanzengesellschaften, Schwingrasen, Röhrichte und Seggenriede, Sumpfgebüsche und Bruchwälder bzw. deren Ersatzgesellschaften (z.B. Pfeifengraswiesen, Seggenriede sowie Hochstaudengesellschaften).
Die als FFH-Lebensraumtypen 3110, 3130, 3140, 3150, 3160 eingestuften Biotope natürlicher oder naturnaher Stillgewässer, sind ohne Ausnahme nicht als NFD0 zu codieren, sondern ebenda.
Auch andere FFH-LRT, die an Stillgewässern vorkommen, z.B. 6430 Feuchte Hochstaudenfluren, Moor-LRT 7110, 7120, 7140, 7150, kalkreiche Quellen und Sümpfe 7210, 7220, 7230 sowie Moorwälder 91D0 sind nicht als NFD0 zu kartieren.
Wieder andere, so genannte N-LRT, z.B. Sumpf-, Moor- und Bruchwälder NAC0, Kleingehölze NB00, Moore NCA0, Sümpfe NCC0, Nasswiesen NEC0 und Quellbereiche NFK0, werden ebenfalls als eigene Lebensraumtypen erfasst und sind nicht als NFD0 zu kartieren.
Das heißt, alle Stillgewässerbiotope, die nicht den Kriterien der genannten FFH- oder N-Lebensraumtypen entsprechen, wohl aber den an dieser Stelle definierten Bedingungen, sind im Lebensraumtyp NFD0 Schutzwürdige und gefährdete Stillgewässer eingeschlossen.
Kontaktbiotoptypen (z.B. Röhrichte, Uferhochstauden), die nur sehr schmal, linienhaft vorkommen (<50cm Breite) und nicht sinnvoll eine eigene Abgrenzung erfahren können, sollen dem entsprechenden Stillgewässer Biotoptyp zugeschlagen werden.
Natürlich entstandene Gewässer, die keine oder nur spärlich entwickelte Wasser- und Ufervegetation aufweisen, werden ebenfalls erfasst (z.B. Erdfälle, stark beschattete Gewässer, neu entstandene Stillgewässer). Dies gilt auch allgemein für Stillgewässer, die zwar keine Vegetation oder Zonierung aufweisen, aber dennoch erkennbar mindestens bedingt naturnah sind (z.B. viele Stillgewässer im Wald), dies gilt auch z.B. für Tümpel, die aufgrund ihrer mit periodischen Wasserführung oft arm an charakteristischen Vegetationsstrukturen sind und andere artenarme Gewässer, soweit sie nicht erkennbar gestört oder eutrophiert sind.

Verlust des LRT-Status:
Stillgewässer mit deutlich gestörten Verhältnissen (z.B. Überdüngung, Aspekt bestimmendes Vorkommen von Störungszeigern), die nicht mehr als „bedingt naturnah“ angesprochen werden können, bleiben ausgeschlossen.
Ein Verlust als LRT tritt in der Regel bei naturfernen Uferstrukturen von mehr als 50% ein, kann aber z.B. durch eine gut ausgeprägte Gewässervegetation ausgeglichen werden.
Stillgewässer von weniger als 50 qm Flächengröße können nur in besonders begründeten Ausnahmefällen als LRT NFD0 erfasst werden.
Talsperren und deren Uferbereiche sowie im Hauptschluss eines Fließgewässers gelegene und durch Rückstaumaßnahmen entstandene Stillgewässer (Staugewässer) sind aus fachlichen Gründen grundsätzlich ausgeschlossen.

FA0 = See
FB0 = Weiher
FC0 = Altarm, Altwasser
FC1 = Altarm, angebunden
FC2 = Altwasser, abgebunden
FC3 = Altarm, angebunden, nicht durchströmt
FD0 = stehendes Kleingewässer
FD1 = Tümpel (periodisch)
FD2 = Blänke
FD4 = Bombentrichter
FE0 = Heideweiher, Moorblänke
FE1 = Heideweiher
FE2 = Moorblänke, Moortümpel
FF0 = Teich
FF2 = Fischteich
FF3 = Mühlenteich, Gräfte
FF4 = Löschteich
FF5 = Naturschutzteich
FG0 = Abgrabungsgewässer
FG1 = Abgrabungsgewässer über Lockergestein
FG2 = Abgrabungsgewässer über Festgestein
FR0 = Bergsenkungsgewässer

wf = naturnah ODER wf1 = bedingt naturnah, gering beeinträchtigt

stc = dystroph, std = oligotroph, ste = eutroph, stf = mesotroph, vc1 = ohne Bewuchs, vegetationsfrei

a1) Arten des FFH-LRT 3110
Littorella uniflora (Strandling), Lobelia dortmanna (Wasser-Lobelie)
b2) Arten des FFH-LRT 3130 mit Vegetation der Littorelletea:
Baldellia ranunculoides (Igelschlauch), Chara virgata (Feine Armleuchteralge), Deschampsia setacea (Borsten-Schmiele), Drosera intermedia (Mittlerer Sonnentau), Eleocharis acicularis (Nadel-Sumpfsimse), Eleocharis multicaulis (Vielstengelige Sumpfsimse), Helosciadium inundatum (Flutender Sellerie), Hypericum elodes (Sumpf-Johanniskraut), Isolepis fluitans (Flutende Moorbinse), Juncus bulbosus (Zwiebel-Binse), Littorella uniflora (Strandling), Luronium natans (Froschkraut), Lycopodiella inundata (Gemeiner Moor-Bärlapp), Myriophyllum alterniflorum (Wechselblütiges Tausendblatt), Nitella capillaris (Haarfeine Glanzleuchteralge), Nitella flexilis (Biegsame Glanzleuchteralge), Nitella gracilis (Zierliche Glanzleuchteralge), Nitella mucronata (Stachelspitzige Glanzleuchteralge), Nitella opaca (Dunkle Glanzleuchteralge), Nitella syncarpa (Verwachsenfrüchtige Glanzleuchteralge), Nitella tenuissima (Schirmförmige Glanzleuchteralge), Nitella translucens (Schimmernde Glanzleuchteralge), Pilularia globulifera (Pillenfarn), Potamogeton gramineus (Gras-Laichkraut), Potamogeton polygonifolius (Knöterich-Laichkraut), Ranunculus ololeucos (Reinweisser Wasser-Hahnenfuss), Sparganium angustifolium (Schmalblättriger Igelkolben), Sparganium natans (Zwerg-Igelkolben)
b3) Arten des FFH-LRT 3130 mit Vegetation der Isoeto-Nanojuncetea:
Anagallis minima (Acker-Kleinling), Centaurium pulchellum (subsp. pulchellum) (Zierliches Tausendgüldenkraut), Cicendia filiformis (Zindelkraut), Cyperus fuscus (Braunes Zypergras), Elatine hexandra (Sechsmänniges Tännel), Elatine hydropiper (Wasserpfeffer-Tännel), Elatine triandra (Dreimänniges Tännel), Eleocharis ovata (Ei-Sumpfsimse), Isolepis setacea (Borsten-Moorbinse), Juncus bufonius (Kröten-Binse), Juncus capitatus (Kopf-Binse), Juncus tenageia (Sand-Binse), Limosella aquatica (Schlammkraut), Peplis portula (Sumpfquendel), Radiola linoides (Zwerg-Lein), Samolus valerandi (Salz-Bunge), Veronica scutellata (Schild-Ehrenpreis)
c1) Arten des FFH-LRT 3140 Gefäßpflanzen:
Potamogeton coloratus (Gefärbtes Laichkraut)
c2) Arten des FFH-LRT 3140 Algen:
Chara aspera (Raue Armleuchteralge), Chara contraria (Gegensätzliche Armleuchteralge), Chara hispida (Steifborstige Armleuchteralge), Chara polyacantha (Vielstachelige Armleuchteralge), Nitella capillaris (Haarfeine Glanzleuchteralge), Nitella opaca (Dunkle Glanzleuchteralge), Nitella syncarpa (Verwachsenfrüchtige Glanzleuchteralge), Nitella tenuissima (Schirmförmige Glanzleuchteralge), Nitellopsis obtusa (Sternglanzleuchteralge), Tolypella glomerata (Kleine Baumglanzleuchteralge), Tolypella intricata (Verworrene Baumleuchteralge)
d1) Arten des FFH-LRT 3150 Gefäßpflanzen
Ceratophyllum demersum (Rauhes Hornblatt), Ceratophyllum submersum (Zartes Hornblatt), Hippuris vulgaris (Tannenwedel), Hottonia palustris (Wasserfeder), Hydrocharis morsus-ranae (Froschbiss), Myriophyllum spicatum (Ähren-Tausendblatt), Myriophyllum verticillatum (Quirl-Tausendblatt), Nitella mucronata (Stachelspitzige Glanzleuchteralge), Nuphar lutea (Gelbe Teichrose), Nymphaea alba (Weisse Seerose), Nymphoides peltata (Seekanne), Potamogeton acutifolius (Spitzblättriges Laichkraut), Potamogeton angustifolius (P. gramineus x lucens) (Schmalblättriges Laichkraut), Potamogeton coloratus (Gefärbtes Laichkraut), Potamogeton compressus (Flachstengeliges Laichkraut), Potamogeton crispus (Krauses Laichkraut), Potamogeton gramineus (Gras-Laichkraut), Potamogeton lucens (Spiegelndes Laichkraut), Potamogeton natans (Schwimmendes Laichkraut), Potamogeton obtusifolius (Stumpfblättriges Laichkraut), Potamogeton pectinatus (Kamm-Laichkraut), Potamogeton perfoliatus (Durchwachsenes Laichkraut), Potamogeton praelongus (Gestrecktes Laichkraut), Potamogeton pusillus agg. (Zwerg-Laichkraut Sa.), Ranunculus aquatilis s.str. (gewöhnlicher Wasser-Hahnenfuss), Ranunculus circinatus (Spreizender Wasser-Hahnenfuss), Ranunculus ololeucos (Reinweisser Wasser-Hahnenfuss), Ranunculus peltatus (Schild-Wasserhahnenfuss), Ranunculus peltatus subsp. peltatus (Gewöhnlicher Schild-Wasserhahnenfuss), Riccia fluitans (Untergetauchtes Sternlebermoos), Ricciocarpos natans (Schwimmendes Wasser-Sternlebermoos), Spirodela polyrhiza (Teichlinse), Stratiotes aloides (Krebsschere), Utricularia australis (Südlicher Wasserschlauch), Utricularia vulgaris (Gewöhnlicher Wasserschlauch), Wolffia arrhiza (Zwerg-Wasserlinse)
d2) Arten des FFH-LRT 3150 Algen:
Chara contraria (Gegensätzliche Armleuchteralge), Chara globularis (Zerbrechliche Armleuchteralge), Chara vulgaris (Gemeine Armleuchteralge), Elodea spec. (Wasserpest unbestimmt), Lemna gibba (Bucklige Wasserlinse), Lemna minor (Kleine Wasserlinse), Lemna trisulca (Dreifurchige Wasserlinse)
e1) Arten des FFH-LRT 3160
Carex lasiocarpa (Faden-Segge), Carex limosa (Schlamm-Segge), Drepanocladus spec. (Sichelmoos unbestimmt), Drosera intermedia (Mittlerer Sonnentau), Drosera rotundifolia (Rundblättriger Sonnentau), Eleocharis multicaulis (Vielstengelige Sumpfsimse), Eriophorum angustifolium (Schmalblättriges Wollgras), Lycopodiella inundata (Gemeiner Moor-Bärlapp), Rhynchospora alba (Weisses Schnabelried), Rhynchospora fusca (Braunes Schnabelried), Sparganium angustifolium (Schmalblättriger Igelkolben), Sparganium natans (Zwerg-Igelkolben), Sphagnum cuspidatum (Spiess-Torfmoos), Sphagnum denticulatum (Geöhrtes Torfmoos), Utricularia minor (Kleiner Wasserschlauch), Warnstorfia spec.
f) Sonstige, insbesondere Arten der Rieder und Röhrichte:
Acorus calamus (Kalmus), Bidens spec. (Zweizahn unbestimmt), Carex acuta (Schlank-Segge), Carex acutiformis (Sumpf-Segge), Carex nigra (Braune Segge), Carex pseudocyperus (Schein-Zypergras-Segge), Carex rostrata (Schnabel-Segge), Comarum palustre (Sumpf-Blutauge), Filipendula ulmaria (Echtes Mädesüss), Juncus acutiflorus (Spitzblütige Binse), Juncus alpinus (Alpen-Binse), Juncus articulatus (Glieder-Binse), Juncus effusus (Flatter-Binse), Lysimachia vulgaris (Gemeiner Gilbweiderich), Menyanthes trifoliata (Fieberklee), Myosotis scorpioides agg. (Sumpf-Vergissmeinnicht Sa.), Potamogeton alpinus (Alpen-Laichkraut), Ranunculus flammula (Brennender Hahnenfuss), Salix spec. (Weide unbestimmt), Scutellaria galericulata (Sumpf-Helmkraut), Sparganium erectum (Aufrechter Igelkolben), Typha angustifolia (Schmalblättriger Rohrkolben), Typha latifolia (Breitblättriger Rohrkolben)

Alle Vegetationstypen der FFH-LRT 3110, 3130, 3140, 3150 und 3160 (hier auch fragmentarische Ausbildungen), Desweiteren:
Verband: Potamogetonion pectinati - PPN-V (auch fragmentarische Ausbildungen)
Ass./Ges.: Potamogeton gramineus-Gesellschaft - PGRA-G (auch fragmentarische Ausbildungen)
Ass./Ges.: Potamogetonetum colorati - PCOL (auch fragmentarische Ausbildungen)
Ass./Ges.: Potamogeton alpinus-Ges. - PAL-G (auch fragmentarische Ausbildungen)
Verband: Phragmition australis - PHN-V (auch fragmentarische Ausbildungen)
Verband: Magnocaricion elatae - MAN-V (auch fragmentarische Ausbildungen)
Verband: Salicion cinereae - SCIN-V (auch fragmentarische Ausbildungen)
Verband: Phalaridion arundinaceae - PAN-V (auch fragmentarische Ausbildungen)

Standörtlich naheliegende Missverständnisse:

Dies sind Hinweise für die Kartierung, damit im Gelände die definitionsrelevanten Eigenschaften einer Biotoptypenfläche optimal erkannt und identifiziert werden kann.

Biogeographische Anmerkungen:

keine

Aktuelle Änderungen der Kartiermethode:
2018-01-24: Zusatzcode "vc1 - ohne Bewuchs, vegetationsfrei" als "bei Zutreffen zwingend zu codierenden Zusatzcodes" ergänzt
2016-05-11: Definition bzgl. unverbauter Uferabschnitte und Kontaktbiotoptypen sowie MIndestgrößen wurden präzisiert.
März 2015: Änderung im Bereich "Definition für NRW " ; Ergänzung "Obligat zutreffende Zusatzcodes": wf1 = bedingt naturnah
Anpassung im Bereich "Diagnostisch relevante Pflanzenarten in NRW" Juncus alpinus (Alpen-Binse) --> Juncus alpinoarticulatus (subsp. alpinoarticulatus)

Biotopkataster - Kartierung:
Alle NFD0 Biotope erfahren eine Biotoptypenkartierung, die in allen Fällen als „Gesetzlich geschützte Biotope“ gekennzeichnet und in den Sachdaten im BK-Dokument zusammengefasst und ggf. aggregiert werden.
Für eine BK-Gebietsabgrenzung sind zur Pufferung hinreichend große Bereiche des Umfeldes zu sichern.

Biotoptypenkartierung

• in FFH-Gebieten, Naturschutzgebieten, Geschützten Biotopen, NSG-würdigen Biotopen:
Der Lebensraumtyp NFD0 wird in jedem Fall der Biotoptypenkartierung unterzogen und als „Gesetzlich geschützte Biotope“ gekennzeichnet.
Die Abgrenzung umfasst i.d.R. das gesamte Gewässer bzw. dessen naturnahe oder bedingt naturnahe Bereiche. Sofern Verlandungsvegetation nicht als eigenständiger LRT kartiert werden kann, ist sie in die Abgrenzung des Biotops NFD0 einzubeziehen. Der LRT NFD0 wird in der Regel ohne nennenswerte Pufferbereiche abgegrenzt. Insbesondere sind naturferne Uferbereiche auszugrenzen.
Beeinträchtigungen, insbesondere Freizeitnutzungen oder Wasserspiegelabsenkungen, sind im Sachdatensatz festzuhalten; sie werden als Hinweis auf notwendige Biotopverbesserungen benötigt.
• in ÖFS-Flächen und im Biotop-Monitoring (BM): (siehe bei „Numerische Bewertung“)

Im Biotopmonitoring (BM) wird dieser Lebensraumtyp nicht erfasst.

LINK zur Kartieranleitung ÖFS/BM:
http://methoden.naturschutzinformationen.nrw.de/methoden/web/babel/media/oefs-erhebungsb%C3%B6gen.zip

LINK zur Bewertungsmatrix:
https://www.lanuv.nrw.de/natur/eingriffsregelung/numerische_bewertung_von_biotoptypen/